{"id":2276,"date":"2021-02-23T18:33:22","date_gmt":"2021-02-23T17:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/michaelbouteiller.de\/?page_id=2276"},"modified":"2021-11-09T12:59:26","modified_gmt":"2021-11-09T11:59:26","slug":"tabubruch-nach-100-jahren-staedtischer-kulturpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaelbouteiller.de\/?p=2276","title":{"rendered":"\u00dcber Demokratie und Kultur in L\u00fcbeck"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<h3>\u00dcber Demokratie und Kultur in L\u00fcbeck<\/h3>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/michaelbouteiller.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/8C6AD9BA-0924-4612-95CD-EF6760B0970D.jpeg\" \/><\/p>\r\n<p>Was haben die pr\u00e4faschistischen Umtriebe im L\u00fcbeck der 1920er Jahre mit den heute in der Stadt diskutierten kulturpolitischen Leitlinien zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Keiner der Akteure von heute steht in der Tradition antidemokratischer Verschw\u00f6rung von damals.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle &#8211; so darf unterstellt werden &#8211; sind guten Willens bem\u00fcht, die Kulturstadt L\u00fcbeck voranzubringen. Und nat\u00fcrlich steht die Possehl-Stiftung mit all ihrer segensreichen Arbeit f\u00fcr die Stadt nicht in dem Verdacht, den deutschnationalen Traum ihres Namensgebers realisieren zu wollen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den zweiten Blick aber doch etwas Entscheidendes: Die Frage n\u00e4mlich, wie wir heute mit den geschichtlichen Lehren aus der Zerst\u00f6rung der Weimarer Republik umgehen, die die M\u00fctter und V\u00e4ter des Grundgesetzes zu ziehen versucht haben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche demokratische Wiederbeginn nach 1945 war auch ein Nie Wieder. Nie wieder Krieg. Nie wieder\u00a0Meinungsmonopole\u00a0\u00e0 la Hugenberg. Nie wieder Macht ohne demokratische Kontrolle.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demokratie und \u00f6ffentliche Kontrolle als Prinzip f\u00fcr alle essentiellen Bereiche der Gesellschaft. Auch f\u00fcr die Kultur, &#8222;systemrelevant&#8220;, die Seele der Gesellschaft, kein Sahneh\u00e4ubchen, sondern Grundnahrungsmittel.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele sollen und m\u00fcssen dazu beitragen. Und keineswegs nur die \u00f6ffentliche Hand. Aber der Staat (die Stadt) muss die Rahmenbedingungen gestalten, Mindestfinanzierungen sichern usw. Die \u00f6ffentliche Mitverantwortung f\u00fcr die Seele der Nation, genannt Kulturpolitik, kann und darf die Stadt nicht aus den H\u00e4nden geben. Dies besser zu verstehen &#8211; daf\u00fcr lohnt der Blick in die Vergangenheit.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte eines heute m\u00f6glichen Tabubruchs in den Beziehungen zwischen Possehl-Stiftung und Stadt begann vor 100 Jahren.\u00a0 Am 1.Januar 1921 trat Dr. Johannes Neumann das Amt des regierenden B\u00fcrgermeisters des Freistaates L\u00fcbeck an. Damit begannen 12 Jahre des Pr\u00e4faschismus in L\u00fcbeck (vgl.dazu <a href=\"https:\/\/michaelbouteiller.de\/?page_id=808\">https:\/\/michaelbouteiller.de\/?page_id=808<\/a>).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neumann war zeitweise leitendes Mitglied des Alldeutschen Verbandes (ADV), der es im Deutschen Reich auf ca.150.000 Mitglieder brachte. Der ADV war der f\u00fchrende v\u00f6lkische Ideengeber auf lokaler-, landes- und Reichsebene. Er war ein Think Tank, u.a. von Gro\u00dfindustriellen finanziert und straff organisiert. Er f\u00fchrte ins Dritte Reich.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-dark-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">Der Industrielle und Medienmogul Hugenberg war ebenso ein f\u00fchrendes Mitglied des ADV wie der F\u00f6rderer und Freund Neumanns in L\u00fcbeck, Emil Possehl. Possehl war &#8211; auch dank des Erbes seines Vaters Ludwig &#8211; der reichste und politisch sowie kulturell einflussreichste damalige B\u00fcrger der Stadt (vgl.Bernd Kreutzfeld, Der L\u00fcbecker Industrie-Verein,L\u00fcbeck 1969, S. 46 f. <a href=\"https:\/\/michaelbouteiller.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Industrieverein.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/michaelbouteiller.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Industrieverein.pdf<\/a>) Er war leider 1919 verstorben und konnte deshalb den Werdegang seines Freundes nicht weiter verfolgen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hugenberg wiederum machte seinen verl\u00e4sslichen Freund Neumann zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Scherl-Verlages in Berlin und hatte ihn auf diese Weise in seiner N\u00e4he und Hand. Der Scherl-Verlag wiederum war die ideologische Herzkammer des v\u00f6lkischen Medien-Imperiums Hugenbergs, der \u00fcber eine geniale Konzernstruktur (<a href=\"https:\/\/bit.ly\/3sfevBG\">https:\/\/bit.ly\/3sfevBG<\/a>) seinen Arm tief auch im L\u00fcbecker Freistaat hatte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der L\u00fcbecker Generalanzeiger war n\u00e4mlich Mitglied des Hugenbergschen Anzeigenverbundes (Allgemeine Anzeigen GmbH ALA) und bildete zusammen mit den ebenso unter v\u00f6lkischer Leitung befindlichen L\u00fcbecker Bl\u00e4ttern die Speerspitze der damaligen geistigen Konservativen Revolution vor Ort.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davon war der normalen L\u00fcbecker Bev\u00f6lkerung nichts bekannt. Auch Senat und B\u00fcrgerschaft wollten von dieser Berliner Nebent\u00e4tigkeit und den Umtrieben ihres B\u00fcrgermeisters im v\u00f6lkischen Milieu nichts gewusst haben.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine kulturell tragende Rolle im Freistaat hatte Neumann Schritt f\u00fcr Schritt ausgebaut. Als Direktor der Gemeinn\u00fctzigen, als im Kirchenrecht und kirchlichen Leben Hervortretender, als dem \u00f6rtlichen ADV Vorsitzender und politisch-v\u00f6lkischer Aktivist.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neumanns Tochter, Hildegard Heise, eine bis heute wenig beachtete gro\u00dfartige Fotografin, heiratete den f\u00fcr L\u00fcbeck bedeutsamen Direktor des St.Annen-Museums, Carl Georg Heise.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kr\u00f6nung der kulturellen L\u00fcbecker Laufbahn Neumanns sollte dann die Leitung der Vorbereitungen eines Jahrhundert-Ereignisses und dessen Durchf\u00fchrung werden, die 700 Jahrfeier der Reichsfreiheit im Jahre 1926.\u00a0 Bekannte Pers\u00f6nlichkeiten reisten an.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur Hindenburg sagte leider ab. Daf\u00fcr hielt der sp\u00e4tere Nobelpreistr\u00e4ger Thomas Mann im possehlschen Stadttheater die hocht\u00f6nende, sich selbst preisende Lobrede &#8222;L\u00fcbeck als geistige Lebensform&#8220;. Die 1000 Mark Honorar waren ihm daf\u00fcr ein willkommener Antrieb, schrieb er damals.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles in allem platzte die Strategie des Hugenberg-Z\u00f6glings Neumann. Julius Leber enth\u00fcllte das Komplott: Die Reichsregierung unter Wilhelm Marx sollte gest\u00fcrzt und durch eine Diktatur abgel\u00f6st werden. B\u00fcrgermeister Neumann als Reichskanzler an der Spitze. Neumann trat am Morgen des Beginns der Jahrhundertfeierlichkeiten, am 3.Juni 1926,\u00a0 zur\u00fcck. Der erste sozialdemokratische B\u00fcrgermeister L\u00fcbecks, Paul L\u00f6wigt, wurde gew\u00e4hlt. Er leitete die Feierlichkeiten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thomas Mann hielt am 6.Juni 1926 indes unger\u00fchrt von den umst\u00fcrzenden Ereignissen in seiner Heimatstadt seinen viel beachteten Vortrag.\u00a0 Die Schulklassen zogen fr\u00f6hlich durch die Stadt. Mahlaus Umzugsbilder erfreuten die Bev\u00f6lkerung. Und niemand bemerkte &#8211; oder wollte es bemerken &#8211; die durch Julius Leber verhinderte &#8211; v\u00f6lkische Revolution in L\u00fcbeck.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der kulturellen Stadtelite gelang indes ein erstaunliches mediales Kunstst\u00fcck als Beweis ihrer kulturellen Hegemonie \u00fcber die Stadt. Es war m.E. der gr\u00f6\u00dfte Erfolg der Konservativen Revolution des geistigen L\u00fcbeck der damaligen Zeit: Schweigen allerorten. Nichts als Schweigen. \u00dcbrigens bis heute.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fake News (statt des Aufbegehrens \u00fcber den Pr\u00e4faschismus, spielte man das Hohe Lied vom Guten und Sch\u00f6nen im L\u00fcbecker Stadttheater) und der fehlende offene Diskurs zwischen den Lagern, waren in dem gespaltenen L\u00fcbeck der 1920er Jahre eine der Ursachen f\u00fcr den sp\u00e4teren Umschlag vom Pr\u00e4faschismus in den Faschismus.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute steht die Stadt wieder vor einer wichtigen politischen Entscheidung. Heute wieder fehlt die gebotene \u00f6ffentliche Auseinandersetzung \u00fcber eine Richtungsentscheidung &#8211; diesmal allerdings nur &#8211; in der L\u00fcbecker Kulturpolitik. Es geht um die bisher unbestrittene Eigenst\u00e4ndigkeit kulturpolitischer Entscheidungen von Stadt und Possehl-Stiftung. Wer bestimmt die Kulturpolitik der Stadtgemeinde? Die Gremien der Stiftung oder die B\u00fcrgerschaft?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich haben sich die Umst\u00e4nde seither ge\u00e4ndert. Nat\u00fcrlich hat sich die kulturelle Spaltung unserer Gesellschaft seit dem Zusammengehen von SPD und CDU in der ersten Gro\u00dfen Koalition 1966 langsam verringert. Das ist gut so. Denn vorw\u00e4rts gerichtete Kompromisse zwischen den \u00f6konomischen Lagern und ihren Frontorganisationen waren und sind der Motor gesellschaftlicher Entwicklung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichwohl herrscht wieder Schweigen in der politischen Landschaft. Dabei geht es diesmal nicht um Diktatur oder Demokratie. Es geht nicht um Mord und Totschlag. Aber seit Jan 6 wissen wir genauer: Worte sind geplante Taten. Und &#8211; was immer schon bekannt war -, Kunst ist vorweggenommene Zukunft. Und: Kulturpolitik ist ein St\u00fcck geistige Steuerung gesellschaftlicher Einheiten. Die Produktion der Tr\u00e4ume vom Morgen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir kennen auch das Gegenmittel: Was vor Pr\u00e4faschismus sch\u00fctzt, ist die Verteidigung st\u00e4dtischer, demokratisch legitimierter Kultur. Dank unserer Weimarer Geschichte wissen wir n\u00e4mlich: Es ist ein Leichtes, unter dem Deckmantel demokratischer Wahlen eine politische Einheit zu \u00fcbernehmen. Gegen all das hilft nur rechtzeitige Aufkl\u00e4rung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verbot der Indoktrination, das Gebot der Kontroversit\u00e4t und das Gebot der Sch\u00fclerorientierung. Diese drei Maximen sind starke Waffen gegen den Pr\u00e4faschismus. Sie werden ganz offenbar in der L\u00fcbecker Kulturpolitik\u00a0 nicht beachtet (\u00a0 <a href=\"https:\/\/michaelbouteiller.de\/?page_id=1793\">https:\/\/michaelbouteiller.de\/?page_id=1793<\/a> ).\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei kn\u00fcpft die anstehende Entscheidung \u00fcber die k\u00fcnftige Organisation der Kulturverwaltung an einen Namen an, dessen unheilvolles Wirken in der L\u00fcbecker politischen Geschichte der Nachkriegszeit eigentlich keine Auswirkungen mehr gehabt haben sollte. Possehls Name verbindet sich heute im Wesentlichen mit der Stiftung gleichen Namens. Deren gro\u00dfartiges Wirken ist hier indes nicht gemeint.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die andere Bedeutung des Namens Possehl, Emil Possehl als Treiber des v\u00f6lkischen (antisemitischen) Pr\u00e4faschismus im Kaiserreich und der Weimarer Republik, steht im Fokus. Sein Versuch, \u00fcber kulturelle Dominanz den Freistaat zu pr\u00e4gen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn kulturelle Pr\u00e4gung w\u00fcrde die Stiftung des Herrenmenschen Possehl heutzutage zweifellos \u00fcber die st\u00e4dtische Kulturpolitik gewinnen, wenn die zur Zeit zur Abstimmung in der L\u00fcbecker B\u00fcrgerschaft anstehende Vorlage vom 8.10.2020 &#8211; dazu noch ohne breiten \u00f6ffentlichen Diskurs &#8211; angenommen w\u00fcrde: &#8222;Leitlinien zur Kulturentwicklung.&#8220;\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit w\u00e4re nach 100 Jahren vollzogen, was Emil Possehl in seinem Todesjahr 1919 pers\u00f6nlich und mit seiner Stiftung damals eigentlich beabsichtigte und selbst nicht mehr erreichen konnte: die anhaltende kulturelle Pr\u00e4gung &#8222;seiner Stadt&#8220;. Das d\u00fclfersche Geb\u00e4ude in der Beckergrube durch Spenden ma\u00dfgeblich zu erm\u00f6glichen, war ja das eine. Die Herrschaft \u00fcber die geistigen Inhalte \u201edes allt\u00e4glichen st\u00e4dtischen Theaters\u201c auszu\u00fcben war dem klugen Despoten indes immer schon wichtiger.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht denn auch nach hundert Jahren nicht mehr um den Einfluss eines durch und durch v\u00f6lkischen Machtmenschen. Es geht vielmehr heute um den ganz unschuldig daherkommenden Versuch, stikkum die kulturelle Dominanz der Meinungstr\u00e4ger:innen in der Stiftung seines Namens \u00fcber die kommunalen Organe der Stadtgemeinde L\u00fcbeck herbeizuf\u00fchren. Ich bin \u00fcbrigens davon \u00fcberzeugt, dass auch in den Gremien der Stiftung die Brisanz \u201eder Kooperation\u201c, die in der Vorlage vorgeschlagen wird, nicht hinreichend bekannt ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Attacke sollte man jedenfalls als L\u00fcbecker B\u00fcrger:in\u00a0 abwehren. Possehl hin oder her. Possehl war &#8211; wie wir wissen &#8211; damals &#8211; nicht die Stadt. Seinerzeit gab es die Sozialdemokratie und den gegen das possehlsche geistige Erbe k\u00e4mpfenden Julius Leber. Und Possehl ist auch heute (noch) nicht die Stadt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stattdessen sollte das \u00f6ffentliche Ringen um eine demokratische Stadtkultur endlich beginnen ( <a href=\"https:\/\/bit.ly\/3uemkcu\">https:\/\/bit.ly\/3uemkcu<\/a>). Ausz\u00fcge der Verwaltungsvorlage vom 8.10.2020 und eine Einsch\u00e4tzung dazu findet man hier : <a href=\"https:\/\/bit.ly\/3aH1hI4\">https:\/\/bit.ly\/3aH1hI4<\/a>.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein pers\u00f6nliches Fazit: Weder in der Firma Possehl, noch in den Gremien der Stiftung weht heute der Geist des Gr\u00fcnders. Gleichwohl sollte jede Vermischung oder der Anschein vermieden werden. Die Stiftung unterst\u00fctzt mit ihren privatwirtschaftlichen Gewinnen die Kultur der Stadt. Die Hansestadt L\u00fcbeck ist demgegen\u00fcber die H\u00fcterin der \u00f6ffentlichen Gelder von Stadt, Land, Bund und der Europ\u00e4ischer Union. Einklagbar sind Inhalte kultureller Vielfalt deshalb auch nur bei der \u00f6ffentlichen Hand. Denn nur sie muss sich rechtfertigen vor den B\u00fcrger:innen.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; \u00dcber Demokratie und Kultur in L\u00fcbeck &nbsp; Was haben die pr\u00e4faschistischen Umtriebe im L\u00fcbeck der 1920er Jahre mit den heute in der Stadt diskutierten kulturpolitischen Leitlinien zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Keiner der Akteure von heute steht in der Tradition antidemokratischer Verschw\u00f6rung von damals. 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