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Wer will eigentlich von solchen Typen regiert werden?

Wir wissen: In seinen Tagebüchern notiert Klaus Mann 1932 nur knapp eine Begegnung mit Hitler in der Münchner Carlton‑Teestube, den er körperlich unscheinbar findet und für politisch letztlich bedeutungslos hält. Im autobiografischen „Wendepunkt“ gestaltet er diese Notiz rückblickend zur Erdbeertörtchen‑Anekdote aus, in der Hitler in gieriger, halb kindlicher, halb raubtierhafter Weise ein Erdbeertörtchen nach dem anderen verzehrt; so verdichtet Mann literarisch Hitlers vulgäre Maßlosigkeit und die eigene frühe Fehleinschätzung seiner Gefahr.

So ist es leider gewesen und wird in unserem „demokratischen Faschismus“ wieder so kommen, wenn wir nicht „nein“ sagen und Widerstand leisten. Dazu braucht man nicht die Mehrheit der Wähler, sondern etwa 3,5% der Menschen in Deutschland, die zum zivilen Ungehorsam entschlossen sind. Das sind rund drei Millionen.

Wenn es darauf ankommt und sich die CDU der Rödders und Merz zu Regierungskoalitionen mit der AfD entschließt, gehört ihr dazu?

Von Michael Bouteiller

1943,
Wiss.Assistent Universität Bielefeld,
Richter am Verwaltungsgericht Minden,
Gründung IBZ Friedenshaus (Internationales Begegnungszentrum) Bielefeld,
Aufbau und Leitung Wasserschutzamt Bielefeld,
Bürgermeister a.D. Lübeck,
Rechtsanwalt bis April 2024,
Autor

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